FoodOptimizer Allergien schnell und einfach erkennen

Peter Gmeiner (mitte) mit seinen Team-Mitgliedern Felix Radloff und Irina Reimer bei dem Gründerwettbewerb "innovation check".

Laktoseintoleranz, Zöliakie oder Weizen-Allergie – für Bauchschmerzen und Übelkeit kann es viele Ursachen geben. Der Mathematiker Peter Gmeiner entwickelte deshalb FoodOptimizer, ein  Ernährungs- und Symptomtagebuch. Mit Hilfe  wissenschaftlicher Analyseverfahren werden so potentielle Unverträglichkeiten erkannt. Im Interview spricht Peter Gmeiner unter anderem über  sein Geschäftsmodell und die nächsten Pläne.

 Was ist Ihr USP?

Mit FoodOptimizer werden die Daten zu Ernähung, Sport, Medikamenten und Symptomen nicht nur festgehalten sondern auch gleich analysiert. An den Algorithmen haben Fachärzte mitgewirkt, damit weitgehend verlässliche Ergebnisse angezeigt werden können.

Wie kam die Idee zu dieser Software?

Ich habe für für den Eigenbedarf nach einem Programm gesucht, mit dem ich potentielle Unverträglichkeiten analysieren kann. Dann began ich, selbst etwas zu programmieren. Vor meinem Mathematikstudium habe ich eine Ausbildung zum Informatiker gemacht.

Wie verlief die Gründung dann?

Ich arbeitete circa 2,5 Jahre während meiner Promotion nur nebenbei an meinen Ideen. Auf einer Sitzung des „Vereins zur Förderung der Allergie- und Endoskopieforschung am Menschen e.V.“ habe ich vor zwei Jahren die Software einigen Medizinern vorgestellt, die davon begeistert waren.
Seit März 2015 bin ich mit meiner Doktorarbeit fertig. Dann suchte ich auf dem Startup Weekend 2015 in Nürnberg nach einem Team. Nun arbeite ich noch mit einem angehenden Wirtschaftsingenieur und einer Studentin zusammen, die im Bereich Online-Marketing tätig ist. Der Diätassistent Urban Hetterich ist zudem mein wissenschaftlicher Berater.

Womit soll FoodOptimizer Umsätze generieren?

Es wird eine kostenlose Basis-App geben, aber alle wissenschaftlichen Analysen sind kostenpflichtig. Als ein Vertriebskanal sind Ärzte angedacht. Die Ärzte können Patienten mit Verdacht auf Unverträglichkeiten und Allergien die App empfehlen, bevor sie gleich zu einem Facharzt geschickt werden. Dabei besteht für die Ärzte auch die Möglichkeit in die Patientendaten Einsicht zu bekommen, um somit eine schnellere Diagnose stellen zu können. Langfristig ist es auch eine Überlegung,  mit Krankenkassen zu kooperieren.

Würden Sie im nachhinein Teile der Gründung anders angehen?

Ein früheres Team-Recruting wäre besser gewesen, da die Projekteinweisungen doch recht lange dauern. Und ganz zu Beginn hätte ich strukturierter vorgehen können.

Was steht die nächsten Monate an?

Mittlerweile haben wir ein EXIST-Gründungsstipendium erhalten und
bereiten die Gründung vor. Anfang nächsten Jahres
möchten wir dann eine UG zu gründen. Das Team hat sich auch
etwas verändert. Die Software wird als App und Browserversion
im Frühjahr 2016 live gehen.

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