Uni1 beschert Hochschulen und Firmen Win-win-Situation

Neue Plattform vereinfacht Kooperationen für Lehrprojekte

Uni1

Hochschulen und Unternehmen profitieren gleichermaßen von funktionierender Zusammenarbeit: Universitäten gewinnen dadurch, dass Firmen die benötigte Praxisnähe in die Lehre einbringen. Diese wiederum erhalten durch Projekte mit Studierenden kreative Impulse und lernen vielleicht ihre Mitarbeiter von Morgen kennen. Das Startup Uni1 möchte hierfür sinnvolle Kooperationsformate aufsetzen und passende Partner zusammenbringen.

Format bereits an der FAU etabliert

„Oft sind Unternehmensmitarbeiter mit dem Tagesgeschäft voll ausgelastet. Studentische Teams können für sie wertvolle Unterstützung in der Innovationsarbeit leisten“, erklärt Matthias Lugert. Der Betriebswirt startete Uni1 zusammen mit seinem Partner Prof. Dirk Riehle. Riehle ist der Initiator und führt bereits seit einigen Jahre das zugrundeliegende Kooperationskonzept an der Friedrich-Alexander-Universität durch.

Die Studenten der jeweiligen Lehrveranstaltung würden innerhalb eines Semesters oder eines Blockseminars beispielsweise neue Technologien prüfen, (Teil-)Märkte analysieren oder neue Ideen sammeln. So lässt sich die Informationslage verbessern, bevor die Unternehmen die Vorarbeit hausintern anwenden – falls die Ergebnisse vielversprechend sind.

Analyse zu Hörgeräte und App für Siemens

Grundsätzlich werden dabei alle Fachrichtungen angesprochen. Zum Beispiel vermittelte Uni1 bereits zwischen Sivantos und einem Lehrstuhl für Dienstleistungsmarketing. Im Rahmen eines Master-Seminars tätigten die Studenten eine Kundenanalyse für den Hörgeräthersteller.

Beispiele für Kooperationen, die von Prof. Riehle angestoßen wurden, gibt es auch im Bereich Softwareentwicklung. Unter anderem arbeiteten Studierende mit einer F&E-Einheit von Siemens zusammen. Dabei wurde eine App entwickelt, mit der ein neues Transportliniensystem des Konzerns mobil überwacht und visualisiert werden kann.

Geschicktes Hochschul-Marketing

Neben den Innovationsleistungen ist auch das potenzielle Recruiting für die Unternehmen ein Vorteil der gemeinsamen Lehrveranstaltungen. „Unternehmen finden durch die Kooperationen womöglich passende Mitarbeiter“, weiß Lugert. Die Unternehmen leisten dafür Drittmittelzahlungen an die Lehrstühle und abhängig davon zusätzlich eine Provision an Uni1. Für diese Gebühr erledige das Startup nicht nur die Vermittlung. Ziel sei es, „den Prozess für beide Seiten so reibungslos wie möglich zu gestalten“.

Nun stellt Uni1 den Firmen Lehrveranstaltungen der kommenden Semester vor, die sich für eine Zusammenarbeit eignen. Der Gründer ist überzeugt: „Es kann für jedes Unternehmen etwas dabei sein und das Angebot wächst beständig.“

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Außerdem werden noch ein bis zwei Mitgründer gesucht. Genauere Informationen findet ihr hier.

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