#StartupPitchRegionNbg! ging in die 22. Runde

startup pitch region nbg

Drei Minuten Vortrag, zwei Minuten für Fragen und Antworten – bei Startup Pitch Region Nürnberg müssen Gründer die Zuhörer sehr schnell von ihren Konzepten überzeugen. Im Rahmen der 22. Ausgabe der Eventreihe im IGZ in Erlangen stellten unter anderem fünf Tech-Startups ihre Projekte vor.

Evalooni

Vladimir Nechai, der drei Jahre lang als Softwareentwickler arbeitete und gerade seinen Master in Nürnberg macht, beschäftigt sich mit einem verbreiteten Problem: Studierende wissen nicht, welches Studium sie zum Traumjob führen kann, weil sie nicht wissen, welche Fähigkeiten von den Unternehmen verlangt werden und mit welchen Kursen sie sich diese auch tatsächlich aneignen. Gleichzeitig wissen Firmen oft nicht, welche Hochschulabsolventen wirklich die Fachkompetenzen besitzen, die für eine Stelle notwendig sind.

„We want to tackle this gap“, erklärt Vladimir Nechai, der vor ein paar Wochen nun mit anderen FAU-Studierenden die Plattform Evalooni startete.

Allgemeine Informationen über die Kurse werden über API importiert. Aber Bewertungen und Berichte über das Know-How, welches man sich durch die Kurse aneignet, kommt von den Studenten. Die Plattform soll laut Nechai von der Unternehmensseite finanziert werden: „Companies will be able to create job positions and display them on the course page, that provides the same skills as company requires for that position.“

Bis Ende Februar möchte Evalooni neue Features für die Studenten entwickeln, die Plattform für Firmen öffnen und Partnerschaften abschließen.

Craftplaces

Über Yelp und Google Maps können nur stationäre Imbissbuden und Restaurants aufgespürt werden. Foodtrucks informieren über die sozialen Netzwerke, wo sie als nächstes ihre Leckereien anbieten. „Dort erreichen sie aber hauptsächlich diejenigen, die sowieso schon Fans sind“, erklärt Sebastian Hartmann von der Craftplaces GmbH aus Veitsbronn.

Auf der Plattform von Craftplaces können die Trucks ihre Tourdaten einpflegen.

Wer sich für die rollenden Gourmet-Anbieter interessiert, kann auf der Website oder über die dazugehörige App einsehen, welche Trucks in den nächsten Tagen wann und wo in der Umgebung stehen und welche zum Beispiel veganes Essen anbieten.

Circa 1.000 Foodtrucks im deutschsprachigen Raum sind bereits registriert. Hartmann schätzt, dass es hierzulande zwischen 2.000 und 3.000 Foodtrucks gibt.

Dieser Service ist für die Trucks kostenlos. Zu den Premiumleistungen gehören unter anderem Standortanalysen.

Die Craftplaces GmbH große Pläne: „Wir möchten die führende Plattform für alle mobilen Unternehmen weltweit sein“, sagt Hartmann. In Deutschland beschränke sich der Markt mit mobilen Unternehmen zwar hauptsächlich auf Food Trucks, aber beispielsweise in Amerika gebe es viel mehr mobile Geschäftsmodelle.

Bitspark

„Das Individualisierungsbedürfnis bei Softwares wird immer größer“, weiß Julian Matschinske.

Aber Informatiker seien in den Unternehmen oft nicht ausreichend vorhanden oder zu teuer. Die Bitspark GmbH möchte die Firmenmitarbeiter deshalb dazu bringen, ihre Lösungen selbst zu entwickeln. Doch Quellcodes seien abschreckend und App-Baukästen stoßen schnell an ihre Grenzen

Bitspark entwickelte daher die rein visuelle Programmiersprache Slang, die vor allem auf Flussdiagramme setzt. Firmem können so neue Anwendungen verwirklichen oder bestehende Software integrieren, um deren Funktionalität zu erweitern. Matschinske sieht unter anderem im Bereich Internet of things großes Potenzial für Slang, da häufig jede Maschine etwas anderes benötigt.

Das Denken nimmt einem Slang dann letztlich aber nicht ab: „Man muss keine Programmiersprache dafür kennen, aber logisches Denken braucht man schon.

Editive

Editive, so soll das Unternehmen des Ausgründungsprojekts „Sweble“ heißen, richtet sich vor allem an Unternehmen, die komplexe Dokumente immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen nutzen müssen. Am Lehrstuhl für Open Source Software von Prof. Riehle an der FAU arbeitet Sweble an einer Plattform für textuelle Inhalte. „Google Docs funktioniert in Echtzeit, weshalb man sich teilweise in die Quere kommt. Word hat genau das andere Problem“, erklärt Daniel Knogl. Und die Arbeit mit Quellcodes sei für nicht-technische Mitarbeiter zu schwierig.

Das dreiköpfige Team entwickelt Algorithmen, die beispielsweise erkennen, wenn zwei Personen am gleichen Satz arbeiten wollen, und dafür sorgen, dass alle Änderungen nachvollziehbar bleiben. Die Plattform soll auch Wikis ersetzen und letztlich nur wenig Speicherplatz benötigen. Im nächsten Schritt werden das Minimum Viable Product fertiggestellt und Pilotkunden aus dem Unternehmensfeld gesucht.

Finanziert wird das Projekt für 18 Monate über den EXIST-Forschungstransfer.

Whammychat

Als Kavinda Senewiratne sich im Kino einen schlechten Actionhelden-Film angesehen hat, war er von einem Freund genervt, mit dem er gerade chattete. Da kam dem Studenten der TH Nürnberg die Idee, wie ein Actionheld im Chatverlauf zu wüten und seinem Freund so eine kleine Lektion zu erteilen.

Daraus wurde Whammychat, eine App, die Gaming und Instant-Messaging kombiniert. Mit den Superkräften eines ausgewählten Charakters können Nutzer beispielsweise feindliche Nachrichten bombardieren oder verschlüsseln. Jede Nachricht hat eine Health Bar und in jeder Konversation kann ein anderer Charakter ausgewählt werden.

In der Standardversion ist Whammychat kostenlos. Dazu kaufen kann man sich aber besondere Charaktere und Funktionen, „to be cooler than your friends“, wie Senewiratne erklärt.

Nun arbeitet das fünfköpfige Team von Whammychat mit Sitz im Zollhof darauf hin, dass die App ab Ende März zum Download im AppStore bereitsteht.

Die nächste Ausgabe der Eventreihe findet am 16. Januar 2019 ab 18 Uhr statt, diesmal im Klee-Center Nürnberg. Anmeldungen unter BayStartUp.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.